06.03.2021: Wir sind kurz vor dem Start.

Wir hatten unseren Reisestart vertagt, denn eigentlich wollten wir ja bereits Mitte Februar gestartet sein. Nachdem die aktuelle C-Lockdown-Phase jedoch bis zum 07.03.2021 definiert wurde, hatten wir den 8. März 2021 als Starttermin definiert. Auch wenn unsere Spitzenpolitiker in der vergangenen Woche bei Ihrer Konferenz am 03.03.2021 den sog, „Wellenbrecher-Lockdown“ vom November wieder einmal verlängert haben, so hat man Themen wie Reisen, Hotelübernachtungen, Touristik etc. nicht einmal mit Perspektiv-Aussagen behandelt. Also sehen wir auch mittlerweile keinen Grund mehr unsere Reiseplanungen zu modifizieren.

Damit entsprechende Compliance aber trotzdem sichergestellt wird, haben wir uns über unsere Reisewege entsprechende Gedanken gemacht. Sehr hilfreich ist dabei die Übersicht von pincamp.de, auf der man schon einmal die Einreisebestimmungen für deutsche Touristen sich ansehen kann.

Einreisebestimmungen für deutsche Touristen. Stand 02.03.2021. Quelle: pincamp.de

Der Reiseweg über die Niederlande, Belgien und Frankreich scheidet aus. In Belgien dürfen zur Zeit keine Touristen einreisen. Also geht der Weg über Luxemburg und Frankreich. Frankreich wünscht sich zur Zeit einen aktuellen PCR-Test vor der Einreise. Hierzu haben wir am 08.03.2021 noch einen Test – unmittelbar vor Reiseantritt – bei unserer Hausarztpraxis gebucht. Das Testergebnis können wir dann per E-Mail vor Grenzübertritt in Empfang nehmen, ausdrucken und bei entsprechend „negativ“ erwartetem Testergebnis auch die Grenze zu Frankreich passieren.

07.03.2021: Heute ist der Beladungstag.

Ein Tag vor Abfahrt holen wir das Wohnmobil aus der Garage. Heute ist der Beladungstag. Alle Klappen werden beladen. Die Heizung wird hochgefahren. Der Wassertank wird gefüllt. Und ganz neu: Die neuen Totwinkelaufkleber für Frankreich, die seit 01.01.2021 für alle Fahrzeuge über 3,5 Tonnen zGG vorgeschrieben sind werden aufgeklebt.

Totwinkelaufkleber für Frankreich

Morgen geht’s dann um 11:00 Uhr zum PCR-Test und anschließend auf die Strecke.

08.03.2021: Luxemburg, Aire de Wasserbillig

Wir sind heute kurz nach Mittag gestartet. 476 Kilometer bis Wasserbillig (Luxemburg). Wir stehen an der Raststätte. Eigentlich wollten wir auf den Campingplatz Schützwiese. Jedoch war eine Anfahrt für uns unmöglich. Die Durchfahrt kurz vor dem Platz ist ein Viadukt. Höhenbegrenzung 3,50 Meter, Breite 2,50 Meter. Da wir die Sat-Schüssel und die Außenspiegel nicht opfern wollten sind wir zur Raststätte zurückgefahren, denn die alternative Zufahrt am Fußballplatz vorbei war gesperrt. Die Strecke führte über eine 3,5-Tonnen begrenzte Straße. Hmm, Heute wollte uns das Navi auch über die Rheinbrücke bei Leverkusen schicken (ebenfalls seit Jahren auf 3,5 Tonnen begrenzt). Entweder das Navi wurde nicht wie bei der Übergabe behauptet eingestellt oder es ist einfach Schrott. Die Reaktion auf Verkehrsmeldungen (LiveTraffic scheint auch nicht zu funktionieren. Oder es gibt so eine Funktion gar nicht. ) Na ja, das schauen wir uns noch einmal genauer an. Jetzt haben wir gerade erst einmal die Laborergebnisse vom PCR-Test per E-Mail bekommen und ausgedruckt. Wenn es denn morgen an der französischen Grenze eine Kontrolle geben sollte, dann haben wir alles wie gefordert dabei.

09.03.2021: Einreise Frankreich.

Nachdem wir die letzte Nacht auf dem Rastplatz verbracht haben, waren wir bereits um 05:30 Uhr wieder wach. OK, eine Raststätte ist kein Wellness-Campingplatz. Nach dem Frühstück und einer kleinen Gassi-Runde für Elvis fahren wir an die Zapfsäule und tanken einmal voll. Der Verbrauch, voll beladen liegt zur Zeit bei 15,44 Liter auf 100 Kilometer. Da wollen wir uns mal nicht beschweren. Es sind ja auch erst 2200 Kilometer auf dem Tacho. Also kann man wohl kaum von einem eingefahrenen Motor sprechen.

Die Einreise in Frankreich bzw. der Grenzübertritt von Luxemburg nach Frankreich war nicht spürbar. Keine Kontrolle. Lediglich der Hinweis auf den Autobahnbrücken, dass ein PCR-Test zur Zeit zur Einreise erforderlich ist. Wir fahren bis zu unserem Lieblings-Transit-Platz in Villefranche-sur-Saone. Dort werden wir die Nacht verbringen, nachdem Ute hier vor Ort noch den Lidl besucht hat und unseren Urlaubssalat (Tomate, Zwiebeln, Schafskäse, Knoblauch, Dressing) angerichtet hat.

10.03.2021: Von Villefranche-sur-Saone nach Leucate Plage

Heute morgen sind wir durch Lyon durchgefahren. Wieder der coole Tunnel. Nur Fahrzeuge bis 4,30 Meter Höhe und 7,5 Tonnen dürfen diese Strecke nutzen. Darüber haben wir uns früher nie Gedanken gemacht. Mit 3,5 Tonnen und 2,95 Metern Höhe geht so ziemlich alles. Auch die täglichen Etmale sind mit der Schnecke 3.0 deutlich kürzer. Wir bewegen uns meistens in der LKW-Spur. Früher waren wir mit Tempo 130 in Frankreich und auch Deutschland deutlich zügiger unterwegs. Aber dafür haben wir ja jetzt auch mehr Zeit.

Jetzt haben wir schon einmal die Füße ins Mittelmeer gehalten. Elvis hat gebadet. Wir verbringen die Nacht auf dem Stellplatz in Leucate Plage.

11.03.2021: Einreise Spanien

Heute sind wir von Leucate Plage bis zum Stellplatz Spätze Fritz in Spanien gefahren. 430 Km. Nachdem wir morgens schon eine super Sicht bei der Anfahrt auf die Pyrenäen hatten, sind wir jetzt beim Spätzle Fritz eingekehrt. Lecker Essen. Zur Zeit auch nur 11 Wohnmobile (9 mal Deutschland, 1 mal Österreich, 1 mal Belgien)

Morgen geht es weiter. Richtung Süden.

12.03.2021: Wir erreichen Cartagena.

Heute 465 Kilometer bis zum Campingplatz El Portus bei Cartagena. Hier werden wir mal für zwei Tage bleiben. Sonntag soll es dann weiter gehen, Gerne würden wir hier noch ein paar Fotos posten. Aber das WIFI auf diesem Platz ist so grottig, dass ich nicht darüber nachdenken möchte, ob in der Hauptsaison überhaupt noch eine WhatsApp durchgeht.

Aber die Bucht ist schon ein Traum. Auch wenn der Campingplatz in die Jahre gekommen ist, ein toller Platz auf dem alle Facillities vorhanden sind.

14.03.2021: Einreise Andalusien

Wir erreichen unseren südlichsten Punkt für die Reise. Velez-Malaga. Wir sind auf dem Campingplatz Almanat auf dem wir auch vor einem Jahr waren und damals unsere Reise wegen Corona-Alarm abgebrochen haben. Heute ist es auf dem Campingplatz recht übersichtlich. Viele freie Plätze. Die Corona-Regularien auf diesem Platz sagen, dass man rechts und links von seinem Platz keine Nachbarn haben sollte. Das gilt zumindest für Kurzzeit-Aufenthalte. Eine Woche Woche wollen wir hier bleiben und dann langsam wieder Richtung Norden bummeln. Jetzt hat Ute erst einmal gekocht. Es gibt Wildreis an Porree mit Möhren und Gratin-Köse.

15.03.2021: Umzug auf eine andere Parzelle

Gestern Abend hatten wir keine Lust mehr auf einen Umzug und haben die erst beste Parzelle akzeptiert. Deshalb sind wir dann heute früh erst einmal in eine vernünftige Parzelle umgezogen und haben alles aufgebaut. Jetzt kommt auch so langsam der Chill-Faktor auf.

17.03.2021. Täglich ein Strandspaziergang

18.03.2021, 20:45 Uhr. Der erste Regen

Nach rund 10 Tagen erleben wir das erste mal Regen. Etwa drei Stunden Regen sind angesagt. Bis jetzt haben wir das Wohnmobil auch noch nicht von außen gereinigt. Ab 0 Uhr soll der Regen aufhören. Morgen wird dann das WoMo mal geputzt. Scheiben und so…

Wir planen jetzt schon einmal den Rückweg und wollen aber noch einige Plätze besuchen. Heute morgen ist es bei der Abreise recht kühl und auch stürmisch.

Das Wasser am Strand ist noch aufgewühlt von dem kleinen Unwetter der letzten Nacht,

20.03.2021: Heute besuchen wir Camping Mar Azul

Wir fahren weiter. Unser heutiges Ziel ist der Campingplatz Mar Azul in Balerma. Im Internet, auf Youtube und auch in diversen Facebook-Gruppen liest man immer wieder von diesem Platz. Wir fahren einmal hin und wollen den Platz einmal selbst gesehen haben.

Der Platz ist gut ausgestattet. Das Servicepersonal ist sehr nett und die Parzellen und sanitären Einrichtungen sind gut gepflegt. Der Check-In ist unkompliziert. Gezahlt wird bei Abreise. Die Lage des Campingplatzes in Mitten des „Mare Plastico“ ist jedoch vielleicht nicht jedermanns Sache. Dazu zeigen wir auch mehr in unserem Video-Bericht.

LandYachting klassifiziert den Platz als „Excellent Places“ (https://landyachting.de/portfolio/camping-mar-azul/). Super, was man für Geld alles so kaufen kann. Während der Platz in Bezug auf die Pflege der Grünanlagen durchaus ein “Wiesmoorer Sternchen“ verdient hätte, ist der Strand, den man erreicht, wenn man die vorgelagerte Uferstraße quert, ungepflegt und mit Plastikmüll übersät. Schwer vorstellbar, dass es vielleicht Menschen gibt, die hier noch ihr Badetuch ausbreiten oder Schwimmen gehen. Aber vielleicht sind wir nur etwas empfindlich. Wenn ein „Excellent Place“ darüber definiert wird, dass auf dem Platz ein “exzellentes Luxus-Wohnmobil“ abgelichtet wird, dann kennen wir vielleicht jetzt einen Teil der Voraussetzung für „Excellent Places“. Für alle anderen Umgebungstatbestände muss man dann auch schon einmal die Augen schließen.

21.03.2021: Wir fahren nach Mazarron

Das Wetter wird wieder besser. 19 Grad. 11 Stunden Sonnenschein.

22.03.2021: Heute bleiben wir einen Tag in Mazarron.

23.03.2021: Ab jetzt nur noch Transitaufenthalte

Heute geht es weiter. Unser letzter Aufenthalt in Mazarron (Murcia) ist nach RKI-Definition kein Aufenthalt in einem Risiko-Gebiet gewesen. Mazarron, in der autonomen Gemeinschaft Murcia, hat damit den gleichen Status wie die Balearen. Also werden wir jetzt in den nächsten Tagen nur Transitaufenthalte einplanen.

Bevor wir jedoch in ca. 3 Tagen nach Frankreich einreisen, werden wir kurz vor der Grenze noch einen PCR-Test machen. Unser erster Transitplatz für heute, Dienstag, den 23.03.2021 ist Camping Bravoplaya in Torre la Sal. Beim Check-In bekommt man auch die Körpertemperatur gemessen. Cool. Hat bis jetzt kein anderer Platz als Maßnahme gehabt,

24.03.2021 Empuriabrava

Wir sind heute bis Empuriabrava gefahren. Eine Yachthafenstadt. Angelegt nach Vorbildern, die es in Florida gibt. Spannend und wunderschön zugleich. Hauptgrund hierher zu fahren, war jedoch eine Adresse von einem Mediziner, der PCR-Tests durchführt. Wir rufen vorher an und er sagt uns, dass wir um 15:45 Uhr zum Abstrich kommen können. Es gibt einen Preis von 90 Euro für den Test, wenn wir das Testergebnis in 24 Stunden abholen. Für 120 Euro gibt es den Express-Test, bei dem wir nach einer guten Stunde das Ergebnis des PCR-Tests abholen können. Wir entscheiden uns für die zweite Variante und gewinnen einen zusätzlichen Tag.

Eine Stunde später holen wir unser Testergebnis ab und wir fahren zum Wohnmobilstellplatz in Empuriabrava, auf dem wir weitere Wohnmobilisten treffen. 

25.03.2021 Über die Grenze nach Frankreich

Wir sehen, dass stichprobenartig kontrolliert wird. Sowohl auf der PKW-Spur als auch auf der LKW-Spur. Nicht unmittelbar an der Grenze jedoch bei der esten Maut-Station. Wir werden nicht kontrolliert und können direkt weiterfahren.

Das Wetter ist heute hervorragend und wir entscheiden uns noch einmal einen Campingplatz an der Mittelmeerküste, kurz vor Seté, anzufahren und ein letztes mal das mediterrane Wetter zu genießen und mit Elvis im Mittelmeer zu baden.

Das Wetter ist so gut, dass Ute noch einmal die Waschmaschine nutzt.

26.03.2021: Es geht weiter Richtung Norden….

Morgen geht es dann weiter. Wir planen dann einen Stop nördlich von Lyon, bevor wir Luxemburg erreichen.

27.03.2021 Guten Morgen in Beaune (Frankreich)

Wir haben die Nacht auf dem Wohnmobilstellplatz in Beaune gut verbracht. Gestern hatten wir nach Ankunft am Stellplatz noch eine kleine Stadtbesichtigung unternommen.

Die Lage des Stellplatzes ist sehr zentral. Nur drei Kilometer von der Autobahn entfernt, im Stadtzentrum, neben der Polizeistation und gegenüber vom Hotel Mercure, welches ein „offenes WLAN“ anbietet, das auch noch auf dem Stellplatz funktioniert. Heute geht es weiter nach Luxemburg.

Wir sind auf dem Campingplatz Fuussekaul in Luxemburg angekommen. 4 Grad Außentemperatur. Der Standard-Wohnmobilstellplatz ist voll und wir haben uns eine Schotterfläche auf dem normalen Campingplatz gesucht. Die Wiesenstellplätze sind zur Zeit nicht tragfähig.

28.03.2021: Es geht zurück nach Ostfriesland

Heute fahren wir von Luxemburg zurück nach Ostfriesland. In Bezug auf die Compliance lesen wir beim „Auswärtigen Amt“ einmal nach: „Zwischen Luxemburg und Deutschland finden keine Grenzkontrollen statt. Es bestehen keine Einschränkungen bei der Einreise, auch keine Quarantänevorschriften.“ Na gut, dann gehen wir morgen einfach nur mal so in unsere Hausarztpraxis um auch allen zukünftigen Kontakten ein besseres Gefühl entgegen zu bringen. Evtl. könnte es ja sonst auch heißen, dass das kontaktarme Reisen mit dem Wohnmobil die Pandemie treiben würde.

Ende des Berichtes.


Das Video zur Tour

Unsere Stationen sind:

  • Raststätte Wasserbilig, Luxemburg
  • Villefranche-sur-Saône, Frankreich
  • Leucate Plage, Frankreich
  • Spaetzle Fritz, San Rafael del Río, Spanien
  • El Portús, Cartagena, Spanien
  • FKK Camping Resort Naturista Almanat, Velez-Malaga, Spanien
  • Camping Mar Azul, Balerma, Spanien
  • Camping Playa de Mazarrón, Bolnuevo, Spanien
  • Camping-Resort Bravoplaya, Ribera de Cabanes, Spanien
  • Wohnmobilstellplatz Empuriabrava, Spanien
  • Centre Naturiste René OLTRA, Cap d’Agde, Frankreich
  • Wohnmobilstellplatz Beaune, Frankreich
  • Camping Fuussekaul, Esch-Sauer, Luxemburg