Wohnmobilhalle

Wir bekommen immer wieder Fragen zu unserer Wohnmobilgarage bzw. Wohnmobilhalle. Deshalb haben wir in diesem Blog-Beitrag für euch einige Informationen zusammengetragen.

Da wir noch Platz auf unserem Grundstück hatten und wir uns sicher waren, dass wir in Zukunft ein Wohnmobil mal fahren würden, welches nicht in die Scheune unseres alten Bauernhauses hineinpasst, hatten wir uns im Jahr 2018 dazu entschlossen eine kleine Halle für ein Wohnmobil zu bauen. Bei den angebotenen Bausätzen hatten wir nichts für uns passendes gefunden. Zur Auswahl stand deshalb der Bau einer klassischen Stahlhalle mit dünnen Blechwänden oder ein konventioneller Bau mit einem Holzrahmen und Sandwichpaneelen. Wir entschieden uns für die zuletzt genannte Variante. Die Planung und Ausführung erfolgte durch das Bauunternehmen Johann Bohlen GmbH, Hatshausen.

Bei der Halle für unser Wohnmobil war es uns wichtig, dass das Fahrzeug im Dunkeln steht. Die allermeisten Kunststoffe und Farben sind – zumindest auf Dauer – nicht lichtecht. Dazu wollten wir auch eine gewisse Dämmung haben. Es gibt viele Womo-Fahrer, die eine Halle oder Garage für überflüssig halten. Das Argument ist: „Das Fahrzeug ist schließlich für draußen und nicht für die Garage gebaut.“ Unseren ersten Hymer hatten wir 13 Jahre draußen stehen. Das Dach, die Lackoberflächen und insbesondere die Kedernähte, die mit der Zeit porös wurden zeigten die unvermeidlichen Spuren der Verwitterung durch UV-Einwirkung, Niederschläge und Frost. Wir glauben, dass die allermeisten Besitzer eines Sportwagens in einer vergleichbaren Preisklasse ihr Fahrzeug im Winter auch nur ungern unter einer Laterne dauerhaft parken würden.

Baubeschreibung

Lageplan

Bei dem Bau handelt es sich um den Neubau eines Nebengebäudes. Der Baugrund besteht aus Sandboden. Das Grundwasser steht ca. 1,50 m unter dem Gelände. Regenwasser wird in die öffentliche Kanalisation abgeleitet. Der Rohbau besitzt Beton-Streifenfundamente (C20/25). Für die Außenwände wird ein Holzrahmen erstellt. Eine Holzbalkendecke trägt das Pultdach, welches – genau wie die Außenhaut – aus Sandwichpaneelen besteht. Die Außenhaut selbst steht auf einem Sockelmauerwerk. Der Fußboden besteht aus einer durchgängigen Estrichfläche auf Trennschicht. Einziger Zugang ist ein elektrisches Rolltor.

Nicht sichtbar ist ein großer, senkrecht verbauter T-Träger aus Stahl in der vorderen linken Ecke der Halle. Dieser Träger wurde unter statischen Gesichtspunkten in Bezug auf die Windlast bzw. Verwindungssteifigkeit der Halle Verbaut.

Die Nutzfläche beträgt 4,64 m x 11,14 m. Also: 51,69 m2.

Der umbaute Raum beträgt 0,5 x (4,26 + 4,56) x 5,70 x 11,50 + 0,6 x 5 x 11,5. Also: 288,08 m3.

Die versiegelte Fläche beträgt 11,5 x 5m. Also: 57,5 m2

Grundriss, Gebäudeschnitt und Sockeldetail

Elektrifizierung der Halle

Die gesamte Elektrifizierung erfolgt über ein Erdkabel, welches von der Scheune zur Halle verlegt wurde. Ein einfaches Erdkabel mit 3 x 2,5 mm. Die rudimentäre Verkabelung und die Installation der Beleuchtung haben wir selbst eingebaut.

Außenansichten von der Halle

Was würden wir beim Bau einer nächsten Wohnmobilhalle anders machen?

Es ist noch etwas Platz hinter dem Wohnmobil in der Halle.
  1. Hallenmaße
    Auch wenn wir nicht die Anschaffung eines größeren Wohnmobils planen, so würden wir jedem empfehlen – sofern der Platz auf dem Grundstück ausreicht – eine Wohnmobilgarage auf die maximalen Maße eines Wohnmobils auszulegen. Das bedeutet, dass ein Wohnmobil von maximal 12 Meter Länge in die Halle hinein passen sollte und die Durchfahrtshöhe unter dem geöffneten Rolltor mindestens 4 Meter sein sollte. Die Hallenbreite von 5 Metern empfinden wir dabei als passend. Da sich jedoch erfahrungsgemäß vieles ansammeln kann und evtl. auch noch ein Anhänger, Zweitwagen oder Mopeds abgestellt werden sollen, kann man natürlich auch die Breite entsprechend anpassen. Nach dem Motto: Besser haben als brauchen.

  2. Tür / Schlupftür
    Wir würden eine Schlupftür im Rolltor oder eine separate Tür empfehlen. Für den Fall, dass mal der Strom ausfallen sollte oder der Motor des Rolltors nicht funktionieren sollte lässt sich die Halle nicht ohne weiteres öffnen. Man müsste in die Außenhaut eine Noteinstiegsöffnung hineinschneiden oder das Rolltor mit einem Gabelstapler hochdrücken. Auch letzteres wäre vermutlich nicht schadensfrei möglich.